New and noteworthy in Java EE 8

Am 18.09.2017 wurde nach langer Zeit des Wartens und auch der Unsicherheit über die Zukunft der Plattform die Version 8 der Java Enterprise Edition veröffentlicht. Diese im JSR 366 beschriebene Umbrella Specification umfasst diverse Änderungen an den in ihr enthaltenen Einzelspezifikationen, von den im Folgenden einige – die subjektiv wichtigsten – beschrieben werden:

Java API for JSON Binding 1.0 (JSON-B, JSR 367)

Durch diese neue Spezifikation enthält die Plattform erstmals die Möglichkeit der Serialisierung und Deserialisierung von Java-Objekten in bzw. aus JSON analog zu JAXB. Im Sinne von Zero Configuration gibt es Defaults für die Konvertierung von Attributen, natürlich inklusive der mit Java 8 eingeführten Datums- und Zeit-Typen. Von den Defaults kann abgewichen werden, indem Klassen und Attribute mit Annotationen versehen werden (z. B. @JsonbTransient zum Ausschluss von Attributen) oder indem eine global angepasste Konfiguration genutzt wird.

Java Servlet 4.0 (JSR 369)

Der Fokus der neuen Servlet-Spezifikation liegt auf der Unterstützung von HTTP/2. Der Datenaustausch zwischen Client (Browser) und Server kann dann mittels Header Compression, Request Multiplexing und Server Push effizienter gestaltet werden. Die API-Änderungen sind nur marginal, so dass Anwendungen in den Genuß der Optimierung einfach dadurch kommen, dass sie diese Version der Spezifikation nutzen. Die überwiegende Anzahl der Browser sind bereits HTTP/2-fähig.

JavaServer Faces 2.3 (JSF, JCP 372)

Das Paket javax.faces.bean ist nun endlich deprecated. Statt der JSF-eigenen Manage Beans setzt man nun vollständig auf CDI, was sich auch in der Injizierbarkeit von CDI Beans in JSF-Artefakte wie bspw. Konverter ausdrückt. Weitere Änderungen sind die Unterstützung von Java 8 Date/Time, Websocket Integration und die Möglichkeit feldübergreifender Validierung.

Contexts and Dependency Injection for Java 2.0 (CDI, JSR 365)

Ein CDI Container lässt sich nun auch im SE-Kontext betreiben. Dies drückt sich einerseits dadurch aus, dass die Spezifikation nun getrennte Abschnitte für SE und EE vorsieht. Andererseits ist mit Hilfe der Klasse SeContainer ein implementierungsneutraler Start und Stopp eines Containers möglich. Änderungen gibt es weiterhin bei der Verarbeitung von Events. Observer können nun eine Verarbeitungsreihenfolge erhalten oder asynchron bedient werden.

Bean Validation 2.0 (JSR 380)

Die Validierugsmöglichkeiten für Java Beans wurden um diverse neue vordefinierte Contraints ergänzt (bspw. @Email oder @Positive) und können nun auch auf Elemente von Collections angewendet werden. Schließlich werden nun auch Java-8-Klassen wie LocalDate oder Optional unterstützt.

Java API for RESTful Web Services 2.1 (JAX-RS, JSR 375)

Asynchronität ist in REST-Services schon seit der Vorversion ein Thema, das nun u. a. durch die Nutzung von CompletionStage weiter ausgebaut und resilienzfähig wird. Neu sind zudem der Support für PATCH Requests sowie Server Side Events.

Neben dieser willkürlichen Auswahl haben auch weitere Spezifikationen Änderungen erfahren.

Zu den genannten Punkten werden wir in lockerer Folge weitere Posts in diesem Blog machen. In diesem Sinne: Stay tuned!

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Über Dirk Weil
Dirk Weil ist seit 1998 als Berater im Bereich Java tätig. Als Geschäftsführer der GEDOPLAN GmbH in Bielefeld ist er für die Konzeption und Realisierung von Informationssystemen auf Basis von Java EE verantwortlich. Seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung anspruchsvoller Unternehmenslösungen machen ihn zu einem kompetenten Ansprechpartner und anerkannten Experten auf dem Gebiet Java EE. Er ist Autor in Fachmagazinen, hält Vorträge und leitet Seminare und Workshops aus einem eigenen Java-Curriculum.

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